Kisber-Wappen
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Wie alles begann ...

Ferenc auf Kisber Ludas Matyi im März 2008... klingt so, wie "Es war einmal ...". Ganz so außergewöhnlich ist dieser Anfang nicht, denn unser Pferd wurde nach einem ungarischen Märchen "Ludas Matyi" getauft. Fälschlicherweise wird er häufig Ludas genannt, dabei bedeutet dies lediglich mit den Gänsen. Eine treffende deutsche Übersetzung des Märchens wäre daher "Matthi mit den Gänsen" oder einfach "Gänse-Matthi".

Wie kommt man auf einen Kisber? Ich war auf der Suche nach einem ruhigen, ausgeglichenen, nicht zu großen Freizeitpferd, mit dem ich auch auf Dressurturniere gehen kann. Verschiedene Rasseportraits habe ich mir im Internet angesehen und bin dann auf die Rasse Kisber gestoßen. Im Internet habe ich auch ein Gestüt in Ungarn gefunden, die Kisber züchten.

Hans rief beim Gestüt Hubertus an und erkundigt sich, ob sie einen Kisber zu verkaufen hätten. Einen knapp vierjährigen Kisber haben sie, der aber erst angeritten wird. Wir sollen in vier Wochen wieder anrufen, dann können wir ihn Probereiten.

Eigentlich wollte ich einen acht- bis zehnjährigen Kisber haben, denn ein Pferd selber auszubilden überfordert mich doch ein bisschen. Aber anschauen kostet ja nichts - sollte man glauben. Vier Wochen später fuhren wir nach Ungarn zum Gestüt Hubertus in Pusztaberény und probierten den knapp vierjährigen Kisber aus. Das Anschauen hat wirklich nichts gekostet, aber uns hat der junge Wallach so gut gefallen, dass wir nur um kurze Bedenkzeit gebeten hatten. Die Bedenkzeit wäre eigentlich gar nicht notwendig gewesen. Nach wenigen Stunden haben wir uns für ihn entschieden. Das hat dann natürlich etwas gekostet.

Ferenc ist LM so fein angeritten (Er ritt viele Jahre bei Olympiasiegerin Christinen Stückelberger in der Schweiz.), dass wir ihn noch ein Monat bei ihm ausbilden haben lassen. Am 26. April 2008 (zwei Tage nach seinem 4. Geburtstag) wurde er vom Gestütsleiter und Ferenc zu uns nach Österreich gebracht.

Augenzwinkernd hatte Ferenc noch gemeint, dass Ludas Matyi ein super Pferd ist, aber auch ein kleines Schlitzohr. Und er hatte so recht ...